AS Autohof Scheuber

Jürgen Olaf Scheuber

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LADUNGSSICHERUNG

Fehlende Ladungssicherung ist kein Kavaliersdelikt!


Ein Anhänger hinter dem Pkw ist eine praktische Alternative für den Transport von Ladungen.

Im Anhänger können die meisten Dinge transportiert werden, die Privatpersonen im Alltag benötigen. Dennoch darf die Ladungssicherung im und auf dem Anhänger auf keinen Fall unterschätzt werden, denn viele Fahrer/innen gehen davon aus, dass sie als Privatperson nicht haftbar sind. Das stimmt nicht!

Die Vorschriften und Gesetze zur Ladungssicherung gelten gleichermassen für die professionellen Gewerbe wie auch Privatpersonen. Ungesicherte Ladung ist gefährlich für Sie und andere Verkehrsteilnehmer. Neben der reinen Ladungssicherung im Pkw-Anhänger oder im Transporter kommen Anforderungen auf Gesamtgewichte und Achsenverteilungen auf Sie zu. Die Anhänger-Ladungssicherung folgt gewissen Gesetzen, die beachtet werden müssen.


Der Gesetzgeber gibt folgenden Rahmen vor:


§ 22 der Strassenverkehrs-Ordnung. Absatz 1 StVO

Die Ladung inkl. Material zur Ladungssicherung sind so zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.


§ 23 StVZO

Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht nicht durch die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt wird. Er muss dafür sorgen, dass das Fahrzeug, bzw. das Gespann und die verbrachte Ladung vorschriftsmässig ist und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung nicht leidet.


Die Ladungssicherung in der Praxis:


Während einer Fahrt mit dem Anhänger herrschen starke Kräfte auf die Ladung,

die sich insbesondere beim Bremsen und Anfahren bemerkbar machen.

Das Gewicht der Ware muss mit der Aufprallgeschwindigkeit multipliziert werden, um die Massegewichte der Ladung zu errechnen.


Ein Sack Blumenerde mit 50 kg Inhalt kann bei 40 Kilometer pro Stunde bereits

ein Massegewicht von unglaublichen 2 Tonnen erreichen.


Die Unfallfolgen wären verheerend. Die Ladung übertrifft in solchen Fällen die Reibungskraft und wird zum unkontrollierbaren Geschoss. Eine angepasste Fahrweise ist zwar sinnvoll, doch ist vorsichtiges Fahren oder schwaches Bremsen keine Lösung, da hierdurch die physikalischen Gesetze nicht ausgehebelt werden können.


Damit Sie Ihre Ladung sicher transportieren, achten Sie bitte auf folgendes:


> Gleichmässige Verteilung der Ladung.

   Das Hauptgewicht sollte über der Achse liegen; mit möglichst tiefem Schwerpunkt.

> Mit Zurrgurten niederzurren, damit eine kraftschlüssige Ladungssicherung im Anhänger erfolgt.

> Sichern sie die Ladung gegen verrutschen, auch leichte Güter.

   Die Ladung sollte lückenlos sein, wodurch einzelne Gegenstände nicht auf andere fallen oder

  rutschen können. Dies gilt auch für die lückenlose Beladung an der Stirnwand, die notfalls durch

  Leerpaletten erfolgen sollte.

> Die Ladung sollte nicht über die Bordwand / Ladefläche ragen

> Halten Sie die Stütz- und Nutzlasten ein



















Ladungs Überstand

Steht die Ladung unter 1m nach hinten über, ist keine Kennzeichnung vorgeschrieben.

Die Beleuchtung darf aber nicht verdeckt sein.

Bei längerem Überstand gilt eine Sicherung mit einer 30 x 30cm Fahne.

Ragt die Beladung über die Beleuchtung, muss ein zusätzlicher Leuchtenträger montiert werden.


Weiterhin schreibt die StVO vor, dass ohne Sondergenehmigung, ein Fahrzeug mit Ladung nicht breiter als 2,55 m und nicht höher als 4 m sein darf. Überschreitet ein Fahrzeug ohne Genehmigung diese Grenzen, werden Bussgelder gemäss der Bussgeldtabelle fällig.



Die zulässige Anhängelast

Die Anhängelast ist die tatsächliche Last des Anhängers, abzüglich der Stützlast, die ein Kraftfahrzeug hinter sich her ziehen darf.

Ist die zulässige Anhängelast überschritten, ist die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet.

Es kann zum Schlingern des Anhängers kommen und die Bremsen sind nicht mehr ausreichend funktionstüchtig.



Fahrzeuge transportieren

Ein zu transportierendes Fahrzeug muss mit entsprechenden Gurten auf dem Anhänger gesichert werden.

Es reichen keine Radstopper aus; auch keine Verbindung durch eine Seilwinde.

Zur Ladungssicherung gibt es spezielle Radgurte als Schlinge oder Überwurfgurt.



Strafen und Haftung bei Vergehen

Verstossen Sie gegen die Gesetze, drohen je nach Vergehen Bussgelder und Punkte in der Verkehrssünderkartei.

Fällt den Behörden bei einer Verkehrskontrolle ein Vergehen auf, so können diese die Weiterfahrt unterbinden, bis die Ladung ordnungsgemäss gesichert ist. Kommt es zu einem Unfall, bei dem sogar Menschen zu Schaden kamen, so erfolgt in jedem Fall eine Anzeige, die letztendlich mit einer Freiheitsstrafe bestraft werden kann.

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Tatbestand

Bußgeld

Punkte

Mit Ladung überschritt das Fahrzeug die zulässige Höhe von 4 m

20


Mit Ladung überschritt das Fahrzeug die Höhe von 4, 20 m (auf der Kraftfahrstrasse)

70

1

Mit Ladung überschritt das Fahrzeug die zulässige Breite

20


Ladung im LKW nicht ausreichend gesichert

60

1

   ...mit Gefährdung

75

1

   ...mit Unfall

100

1

Ladung im PKW nicht ausreichend gesichert

35


   ...mit Gefährdung

60

1

   ...mit Unfall

75

1

Checkliste Ladungssicherung


O - Das Gewicht der Ladung darf nicht zur Überladung führen

O - Die Ladung darf den Fahrer nicht am Lenkrad stören oder seine Sicht einschränken.

 O - Schwere Teile sollten Sie nach unten legen, leichte Teile darauf stapeln.

 O - Die Ladung muss fixiert werden, so dass es bei einer Vollbremsung nicht zur Gefahr wird.

O - Abmessungen der Ladung vor der Fahrt überprüfen; nach hinten herausragende Ladung

      gegebenenfalls durch das geeignete Zubehör sichern und für andere Verkehrsteilnehmer

      gemäß der StVO-Vorschriften kenntlich machen.

 O - Wurden für den Fahrzeugtransport entsprechende Radgurte verwendet, Windenseil gelöst?